SIGMA dp2 quattro – Review –

Kurz vor meinem Urlaub bot mir die Firma SIGMA Deutschland GmbH an, die SIGMA dp2 Quattro mitzunehmen und somit unter den Bedingungen der Fotografie im Urlaub zu testen. In meinem vorangegangenen Blog-Post habe ich ein Video eingefügt zur dp2 quattro sowie ein paar Dinge zu Kamera erklärt. Die entstandenen Bilder könnt Ihr Euch auf meinem Facebook account anschauen und mit anderen Bildern die mit klassischen Spiegelreflex Kameras gemacht sind vergleichen. Hier die Auswahl von Bildern in einer Galerie:

 

Wie schon in meinem anderen Post geschrieben, wurde in diversen Foren und allerlei Magazinen und anderen Internet-Quellen heiß über diese Kamera diskutiert. Ich stellte mir die Frage, wer brauch eine solche Kamera und vor allem welchen Bedarf hat der Kunde dieses Produktes?

Generell polarisiert diese Kamera sehr stark, egal wo ich sie ausgepackt habe wurde ich beäugt oder sogar angesprochen. Insbesondere die englischsprachigen Touristen schauten sehr genau, was das denn ist. Somit könnte man generell feststellen, es sollten Menschen sein, die ein sehr starkes Aufmerksamkeitsbedürfnis haben, die diese Kamera kaufen. Ich bin aber der Meinung, es liegt viel tiefer. In der Testzeit bin ich auf folgenden Schluss gekommen: die menschen die diese Kamera brauchen wissen es noch nicht. Aber warum? Ich habe es so häufig beobachtet wie Touristen aller Nationalitäten mit teuren Spiegelreflexkameras wie wild durch die Gegend geknipst haben und dann in zeitweises Fluchen verfallen sind, wenn sie das Display betrachteten. Manche schauten auch sehr resigniert.

Und genau an diesem Punkt greift die dp2 Quattro an. Sie kommt sehr gut mit harten Kontrasten klar und zaubert selbst um 12 Uhr bei prallem Sonnenschein ein tolles Foto auf den Sensor. Jede klassische Spiegelreflex hat unter diesen Bedingungen Probleme. Aus diesem Grund fotografiere ich mit meinen Spiegelreflex Kameras im RAW Modus um die maximale Power zu haben und harte Kontraste zu korrigieren. Ein Großteil der Menschen kauft sich aber eine Kamera um einfach nur Fotos zu machen. Genau dafür ist die pd2 gebaut. Kein für viele Menschen komplizierter RAW-Bearbeitungsworkflow, einfach Bilder machen. Die Bedienung ist einfach, und wenn man das „magische Dreieck“ zwischen Belichtung, Verschlußzeit und und ISO verstanden hat entstehen mit der dp2 hervorragende Bilder. Die Drehrädchen lassen sehr leicht bedienen und die Kamera liegt gut in der Hand. Einzig das Display spiegelt genau dann extrem, wenn die Kamera ihre Stärken ausspielen kann: bei starkem Sonnenschein.

Diese Beschaffenheit des Displays ist auch einer der Hauptkritikpunkte der Kamera. Man kann damit leben, oder eben nicht. Genauso verhält es sich beim Design: es gefällt oder eben nicht.

Im Magazin Fotohits 11/2024 ist ein sehr detaillierter Test von mehreren Fotografen

bald im Archiv erhältlich KLICK oder Restbestand beim Zeitschriftenhändler

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