Lightroom oder Photoshop? … gute Frage!

Wer meinen Beitrag zu „Power of RAW“ gelesen hat und sich die Frage stellt, welche Bildbearbeitungssoftware anzuschaffen ist, bekommt von mir folgende Antwort: „es kommt darauf an“ was einem wichtig ist und was man machen möchte. Adobe Systems ist stark vertreten mit Photoshop, aber auch mit dem Programm Lightroom, dann gibt es GIMP oder eben die mit der Kamera mitgelieferte Software. Und viele weitere kostenpflichtige und kostenfreie Software. Ich selbst habe mir viele verschiedene Programme angeschaut, oft gibt es Testversionen, die kostenfrei für ein paar Tage oder Wochen genutzt werden können, bevor das Programm eine Lizenz verlangt. Ziemlich schnell wurde Lightroom zu der Software, welche ich zu 80% nutze. Der Rest passiert in Photoshop. Damit ist aber nur mein Bedürfnis beleuchtet und das stellt nunmal keine Referenz für jemand anderen dar. Somit wären wir wieder bei „es kommt darauf an“, denn jeder Mensch hat andere Bedürfnisse. Auch ist die Frage zu klären, in welchen Dateiformaten gearbeitet wird. Der RAW-Converter ist in Lightroom identisch dem von Photoshop, nur – wie ich finde – übersichtlicher und leichter zu lernen.

Also warum arbeite ich nun mit Lightroom? Kurz gesagt: weil es einfach einfach ist! Es bietet eine sehr übersichtliche Datenbank mit einem non-destruktiven Bearbeitungsworkflow. Was bedeutet das? Es bdeutet, dass die RAW-Datei bestehen bleibt und in der Software die Bearbeitungsschritte gespeichert werden. Außerdem arbeitet Lightroom nach dem +1 -1 = 0 Prinzip, heisst die auf einer Eben verwendeten Werkzeuge heben sich 100% gegeneinander auf. Außerdem werden die Entwicklungsdaten erst mit der RAW Datei verknüpft und nicht mehr benötigte Daten herausgerechnet, wenn der JPEG-Export stattfindet, um eine möglichst kleine Datei zu erzeugen. Zusätzlich sind Einstellungen zu Größe, dpi etc. möglich, ohne diese vorher festgelegt zu haben. Und die Datenbank ist das, was ich benötige. Gute Übersicht über alle Bilder – mit der Photoshop Bridge bin ich noch nie warm geworden – und Lightroom bietet auch die Importmöglichketi von mehr als 400 Bildern, die Bridge streicht da die Seegel.

Wer denkt, das Profis zu 90% in Photoshop arbeiten – diesen Eindruck hatte auch ich in der Anfangszeit – wird schnell merken, dass dies nicht so ist. Oftmals findet eine RAW-Konvertierung statt (welche auch in Lightroom identisch ist) und dann werden noch ein paar Einstellungsebenen verrechnet und meist muss das reichen, um ein Bild fertig zu stellen, kein Kunde zahlt fünf Stunden Nachbearbeitungsszeit für ein einziges Bild. Erst, wenn ein Hintergrund getauscht werden soll, um einer Studioaufnahme den letzten Schliff zu geben, hört die Möglichkeit von Lightroom auf. In Lightroom ist es nicht möglich, Ebenen anzulegen oder Teile des Bildes auszutauschen.

Im Adobe CC Abo gibt es auch nur die beiden Programme als „Fotografen-Bundle“, was ich persönlich für sehr sinnvoll halte. Denn mehr als diese beiden Programme benötigt man erst, wenn man sich mit anderen Dingen als der reinen Fotografie beschäftigt.

Hier der Link zur Adobe Seite: KLICK ich habe extra nicht zu einem einzelnen Produkt verlinkt, da mit den zeitlich begrenzen Angbote auch die Links evtl. verschwinden. Die Adobe-Seite ist so übersichtlich, dass jeder schnell ans Ziel findet.