CANON EOS 70D der Allrounder

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Es sind schon ein paar Kameras von mir angeschaut und ausprobiert worden. Aber irgendwie bin ich an Canon hängen geblieben … ist eben einfach ein vertrautes Gefühl. Somit möcht ich auch keine „Vergleichstests“ machen, denn ich kenne mich z.B. mit NIKON überhaupt nicht aus. An einer D90 wurde mir das Menü zu einem Verhängnis, dass ich mehr Zeit damit verbrachte, Funktionen zu suchen als zu fotografieren. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. Im APS-C Bereich nannte ich lange Zeit eine 600 D meinen besten Kumpel, allerdings war der äußerst verrauscht. Wenn ich dann die Ergebnisse einer 5 D Mark 2 sah und mit dieser Kamera fotografierte … es war einfach ein gewisses „feeling“, das mir bei der 600 D fehlte. Außerdem kam ich nicht nur bei den ISO-Werten schnell an die Grenzen der 600 D – kannte ich vorher schon von einer 550 D – sondern mir war das Teil einfach zu langsam! Die Bildverarbeitung lahmte trotz schneller Speicherkarten, vom Autofokus ganz zu schweigen. Ich schielte ständig nach der 60D aber scheute mich, da sich die Sensor-Technik nicht wirklich von der einer 600 D unterschied. Und den Schritt zu einer 5 D wagte ich noch nicht.

Dann rumorte es bei CANON ordentlich und es kamen Gerüchte über den Nachfolger der 60D auf, die 70D. Und was ich da lesen konnte war genau das was ich suchte: den ALLROUNDER mit Biss.

Mit Biss meine ich einen schnellen Autofokus und eine RAW-Bilderfolge ähnlich der 7D. aber ohne den fetten Body. Mir ging es vor allem darum eine Kamera zu besitzen, welche den hohen Ansprüchen eines Profi-Fotografen mit den kleinen Gimmicks der Allround-DSLRs verbindet, wie z.B. Touch Screen, schwenkbares Display und leichtes Gehäuse. Sie sollte im Urlaub eine genauso gute Figur machen wie auf der Rennstrecke. Die 70D verbindet all diese Ansprüche und ist durchaus in der Bildqualität einer Vollformat-Kamera ebenbürtig. Auch das Rauschverhalten ist exzellent trotz 20,2 Megapixel zusammengepfercht auf dem kleinen APS-C Sensor. Bis ISO 800 ist die Qualität der Bilder nicht beeinträchtigt, vorausgesetzt es befindet sich eine gute Linse auf der Kamera. Geschuldet ist dieses Rauschverhalten auch dem Dual-Pixel-Sensor, der zur Rauschreduzierung die doppelt vorhanden Lichtinformationen miteinander verrechnet. Zeitweise hatte ich ein 18-250 Superzoom montiert, grauenvolle Ergebnisse … das Bild war schon durch die Linse körnig! Somit multipliziert sich der Pixelmatsch ohne die Möglichkeit das Bild zu entrauschen, wie ich feststellen musste. Bei Architektur und S/W-Aufnahmen kann man durchaus bis ISO 6400 gehen, wieder eine gute Linse vorausgesetzt. Im Weitwinkelbereich greife ich hier auf die EX Serie von SIGMA zurück: das 10-20 EX DC f4-5,6 tut auf an der 70 D gute Dienste und liefert atemberaubende Ergebnisse. Mehr Bilder in Fit für den Urlaub.

 

Die Bilder in der hier gezeigten Galerie sind auf den Ferrari Racing Days auf dem Hockenheim Ring entstanden. Eingesetzt habe ich ein SIGMA 17-70 f2.8-4 Contemporary und ein SIGMA 70-200 f2.8 EX DG OS HSM mit einem SIGMA 2.0x Extender. Die Mitzieher gelingen mit der 70 D hervorragend und ein Fotograf, der neben mir saß, schaute nicht schlecht als er die Bildfolge hören konnte. Er selbst ein Besitzer einer 7 D war beim näheren besichtigen der 70D äußerst begeistert. Auch wenn ich für den Ausdruck in verschieden Foren immer wieder belächelt werde, aber der Body der 7 D ist gegenüber der 70 D einfach „fett“! Allerdings darf man natürlich nicht vergessen, dass die 70D keine „outdoor“-Cam ist. Also mit Schmutz und Wasser sollte man aufpassen, da ist die 7D natürlich besser ausgerüstet. Aber die 70D ist nicht nur gut für Sportfotografie, sondern auch für Portraits. Allerdings muss dann schon eine entsprechende Linse aufgesetzt sein. In meinem Artikel zum SIGMA 18-35 f1.8 schreibe ich darüber.

 

Ergänzung 13.08.2014 TIPA AWARDS 2014

Nun ist es amtlich! Der TIPA AWARD in der Kategorie „Best DSLR Advanced“ geht an die 70D und nicht genug, es wird der Sensor der 70D Auch noch als „Best Imaging Innovation“ ausgezeichnet.

Beste Digital SLR Advanced: Canon EOS 70D

Die Canon EOS 70D verfügt über einen 20,2-Megapixel CMOS APS-C Sensor und einen DIGIC 5+ Prozessor, der bis zu 7 Bilder pro Sekunde und einen erweiterten ISO-Bereich von 100-12.800 ermöglicht – mit einem erweiterten Bereich von bis zu ISO 25.600. Der Autofokus wurde mit einem durchgehend mit Kreuzsensoren ausgestatteten 19-Punkt-AF-System optimiert. Den größten technologischen Fortschritt der EOS 70D bietet das Dual Pixel CMOS AF-System, das sowohl Videoaufnahmen im Live View-Modus mit präzisem Autofokus ermöglicht als auch eine sehr schnelle AF-Funktion für Fotos bereitstellt. Der dreh- und schwenkbare, 3.0-Zoll-große Clear View II Touchscreen-LCD Monitor verfügt über 1,04 Millionen Bildpunkte. Die integrierte WLAN-Funktion ermöglicht das einfache Teilen von Bildern oder die Übertragung auf Smartphones mit der Canon EOS Remote App.

Beste Imaging Innovation: Canon Dual Pixel CMOS AF

Canon Dual Pixel CMOS AF ist eine phasenbasierte AF-Technologie die direkt auf der Bildsensorfläche zum Einsatz kommt. Der Vorteil liegt in der wesentlich verbesserten AF-Leistung bei Videoaufnahmen und im Live-View-Modus im Vergleich zu vorherigen EOS Kameras. Da Live-View-Aufnahmen ähnlich wie bei Gebrauch des Kamerasuchers aufgezeichnet werden können, wird die schnelle und ruhige AF-Leistung stark verbessert. Die Dual Pixel CMOS AF-Technologie steht aktuell in der EOS 70D und optional in der C100 und C300 EOS Filmkameras zur Verfügung. Diese sind wiederum zu 103 Canon EF Objektiven kompatibel. Wir erwarten von dieser Weiterentwicklung zukünftig die Möglichkeit der Entwicklung noch schnellerer Lösungen zur Erfassung und Verarbeitung von Bildern.

[Quelle: http://www.tipa.com/german/award-details.php?iId=3753&sAward=Beste%20Digital+SLR+Advanced © 2013 TECHNICAL IMAGE PRESS ASSOCIATION]